Web 2.0 – Das „soziale Internet“ optimal nutzen

b2b digitales marketing

Niemand kann es sich heute leisten, das Web 2.0 zu ignorieren. Mit dem richtigen Einsatz von Social Media, kann ein erstaunlicher Profit für jedes Unternehmen in der Elektronikbranche entstehen. Bevor man blind Trends folgt oder sinnlos Geld verbrennt, ist es wichtig, die Zusammenhänge genau zu kennen und zu entscheiden, ob und wenn ja, wie genau vorzugehen ist. Viele Unternehmen verlieren wertvolle Zeit und Geld, weil Sie einfach nur einer Agentur vertrauen, ohne zu verstehen, worum es geht – und daher oft zu viel oder sogar sinnloses kaufen.

Dieser Beitrag ist erschienen in der Elektronikpraxis. ELEKTRONIKPRAXIS ist Deutschlands auflagenstärkste Fachzeitschrift für die deutschsprachige Elektronikszene. Redaktion und Branchenexperten berichten 14-tägig über das aktuelle Geschehen in der Elektronikbranche, neue Produkte sowie grundlegende Probleme, Technologien und Lösungsansätze für die Branchen Kfz und Verkehrstechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizintechnik, Datentechnik, Telekommunikation und Konsumelektronik. Besondere Beachtung finden Produkte, Technologien und Applikationen, die für die Leser in Deutschland relevant sind.

Geisteswandel 7: Web 1.0: Konversion – Nur Optimierung bringt Interessenten

Alles beginnt bei der Website. Unter der Adresse www.name.de findet sich Ihr Unternehmen wieder und kann von Menschen besucht werden. Diese Website, für die Sie ja nun Geld bezahlt haben, ist sicherlich sehr schön und gefällig im Design. Doch trotzdem sind über 95% aller Websites Elektronikbranche nicht optimal erfolgreich. Das liegt daran, dass die Website oft nur für Menschen konzipiert wird – was leider ein sehr großer Fehler ist. Eine Website ist dann erst erfolgreich, wenn sie Besucher bekommt, die etwas einkaufen oder zumindest Kontakt mit dem Unternehmen aufnehmen und sich darüber informieren. In der letzten Serie wurden 37 Fachartikel darüber geschrieben, die Sie hier abrufen können: http://b2b.iroipraxis.org

Der Quotient (Anzahl der Kontakte)/(Anzahl der Besucher) wird als iROI bezeichnet (internet Return on Invest) und gibt Ihnen eine Maßzahl über die Qualität der Website. Die Entwicklung des iROI Ihrer Website über einen Zeitraum nennt man Konversion. Ideal ist es, wenn Sie Besucher aus Ihrer Wunschzielgruppe gewinnen, denn das optimiert den Quotienten. Daher muss Ihre Website in Suchmaschinen, insbesondere Google, gut gefunden werden:

1. Sie geben Google Geld dafür, daß Sie bei einem Schlüsselbegriff in den Suchergebnissen angezeigt werden (SEM=Suchmaschinen-Marketing, bei Google auch Google Adwords genannt).

2. Sie optimieren Ihre Website nach den Spielregeln von Google und landen in den Top 10 Treffern bei Google, z.B. bei der Phrase „Chipentwicklung“. (SEO=Suchmaschinen-Optimierung).

Beide Maßnahmen sind wichtig und bedürfen einer sorgfältigen Planung und Strategie. Diese lässt sich nicht in ein paar Worte zusammenfassen, sondern sollte z.B. einmal im Quartal mindestens zu einer internen Besprechung in Ihrem Unternehmen führen. Nur wenn Ihre Website in Suchmaschinen von der Zielgruppe gefunden werden kann, haben Sie eine Chance, neue Kunden über das Internet zu gewinnen. Sind die Websites Ihrer Mitanbieter vor Ihnen oder findet man Ihre Website bei wichtigen Schlüsselbegriffen („Keywords“) nicht, dann ist Ihre Website nicht optimiert – und Sie verlieren potentielle Kunden an besser aufgestellte Unternehmen.

Praxistipp 6:

Laden Sie sich für Ihren Firefox-Browser ein kostenloses Plugin herunter. Suchen Sie einfach nach „seo doctor plugin firefox“ in Google und installieren Sie sich dieses Toll. Wenn Sie jetzt im Internet surfen und Ihre Seite besuchen, sehen Sie oben rechts im Firefox-Browser eine Fahne – rot, gelb oder grün. Ist diese rot, dann sind wesentliche Elemente Ihrer Website nicht optimal für Suchmaschinen vorbereitet – und kann zu Google Abstrafungen führen. Ist die Fahne gelb, sollten Sie die Website einem Grundcheck unterziehen und ist die Fahne grün – herzlichen Glückwunsch – Sie haben eine wesentliche Voraussetzung für Suchmaschinen erfüllt!

Geisteswandel 7: Web 2.0: Konversation – Hinhören ist angesagt

Unter Web 2.0 fasst man die sozialen Netzwerke Facebook, XING, LinkedIn sowie die sozialen Kommunikationsmittel Twitter, Foursquare usw. zusammen. In der heutigen Zeit kauft ein Kunde ein Produkt und will darüber sprechen – nicht immer mit Ihnen, sondern mit Freunden, Bekannten, im Verein usw. Der Kunde erzählt es dem gesamten Internet – zu Ihrem Vorteil oder Nachteil.

Vergleichen Sie es bitte einfach mal mit Radio hören: Nur wenn Sie bereit sind, hinzuhören, was Ihre Kunden senden („social buzz“), können Sie auch reagieren und antworten. Viele Unternehmer denken, wenn sie ihr Radio ausschalten und nicht mehr hinhören, dann werden die Radiosender schon aufhören zu senden! Weit gefehlt, Web 2.0 wird auch ohne Sie weitersenden! Meine Oma sagte immer zu mir „Wer nicht hören will, wird fühlen!“ (siehe letzte Ausgabe)

Praxistipp 7:

Nicht immer sprechen Kunden gut über ein Produkt und beschweren sich direkt bei Ihnen. Das ist der Idealzustand, denn damit können Sie Ihren Service verbessern. Doch was ist mit Kunden und Mitarbeitern, die im Internet negative Informationen über Sie verbreiten ohne dass Sie es wissen? Testen Sie einfach mal, ob z.B. schon Mitarbeiter über Sie geschrieben haben auf der Seite www.kununu.com (Siehe Teil 1 unserer Serie). Folgende Portale sollten Sie kennen und regelmäßig auf Kommentare untersuchen:

  • http://www.yasni.com
  • http://www.kununu.com
  • http://glassdoor.com
  • http://www.howsociable.com
  • http://whostalkin.com
  • http://boardreader.com
  • http://topsy.com
  • http://addictomatic.com
  • http://spy.appspot.com

Stellen Sie sich vor, Sie könnten auch nach dem Verkauf mit Ihren Kunden in Kontakt bleiben – immer dann präsent sein, wenn der Kunde mit Ihnen in Verbindung treten will und auf seine Fragen reagieren, ja sogar dadurch den Kunden an das eigene Know-How zu binden, und ihn damit zu einem echten Fan Ihres Unternehmens zu machen?

Können Sie sich vorstellen, was das für ein Marketinginstrument ist, wenn Ihr Fan es seinen Freunden weitererzählt, wie gut Sie ihn beraten und begleitet haben? Wir haben bei Unternehmen die Erfahrung gemacht, dass eine gute Weiterempfehlung durch Freunde viel wertvoller ist als jede teure Marketingaktion.