Internet Marketing B2B Tipp 043: Wie Sie mit den Freunden Ihrer Kunden Geld verdienen können

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In Facebook sind Sie in der Lage, eine Seite – ähnlich Ihrer Website – kostenlos zu erstellen und dort mit Ihren Produkten und Dienstleistungen zu werben. Diese Seiten nennt man „Fanpages“. Ein Facebook-Nutzer, der Ihre Facebook-Adresse kennt oder in der Suche findet, kann nun Ihre Fanpage besuchen und dort den „gefällt mir“-Knopf drücken, wenn ihm die Inhalte gefallen. In dieser Sekunde passieren dann wunderbare Dinge für unser Marketing: Sobald ein Nutzer von Facebook auf den „gefällt mir“-Knopf auf Ihrer Fanpage drückt, werden alle Freunde dieses Nutzers darüber informiert, dass Ihr Kunde Sie mag und ein Fan von Ihnen geworden ist.

Geisteswandel 9: Kunden sind Freunde – Freunde sind potentielle Kunden

Können Sie sich vorstellen, was nun passiert? Irgendein Freund Ihres Kunden wird neugierig, schaut auf Ihre Fanpage, findet diese auch interessant und drückt den Knopf – und wieder werden alle seine Freunde darüber informiert. Das Schöne an diesem System ist, dass es Marketing mit Erlaubnis ist – die neue Form der ausgezeichneten iROI-Internet Marketing Strategie. Während die meisten Unternehmen heute noch auf „Werbung mit Unterbrechung“ setzen (TV, Radio, Zeitung etc.), nutzen die strategisch aufgestellten Unternehmen bereits zusätzlich „Marketing mit Erlaubnis“: Die Menschen gehen freiwillig ins Facebook, sie werden von niemandem dazu genötigt.

Wenn Facebook ein Land wäre, dann wäre es das 4. größte Land der Erde – so viele Menschen tummeln sich in diesem Netzwerk, auch aus Ihrer Zielgruppe sind genügend dabei! Denken Sie mal darüber nach: Auch Einkäufer von Unternehmen sind in Facebook vertreten, weil es Menschen sind, die ein Privatleben haben. Wenn Ihre Zielgruppe Computer und Automaten sind, dann brauchen Sie kein Facebook, aber wenn Sie mit Menschen in Kommunikation treten, dann sollte Ihr Unternehmen dort präsent sein, wo diese Menschen sich gerne und freiwillig aufhalten!

Praxis-Tipp 8: Bevor Sie sich mit Ihrem eigenen Klarnamen in Facebook anmelden und damit für die gesamte Welt in Facebook sichtbar sind, sollten Sie die ersten Schritte mit einem AVATAR probieren, d.h. einen Kunstnamen verwenden und auch eine E-Mail-Adresse von einem freien Anbieter wie z.B. GMX nutzen. Erst wenn Sie Erfahrung gesammelt haben, empfehlen wir das Erstellen einer offiziellen Profilseite und der daraus folgenden eigenen Fanpage. Als Avatar funktioniert z.B. auch der Kunstname „susi sunkist“, die Sie in Facebook finden können!

Geisteswandel 10: Kritik ist gut für das Business

Viele Unternehmen haben die Sorge, dass es dann Menschen geben wird, die auf der Fanpage negative Beiträge schreiben könnten, z.B. wenn sie mit dem Kundenservice nicht zufrieden sind. Das wird auch definitiv passieren, denn es gibt wohl kaum ein Unternehmen, welches nicht kritisiert werden kann – wo gearbeitet wird, fallen Späne. Doch es ist besser, wenn die Kritik auf einer von Ihnen kontrollierten Seite geäußert wird, als auf einem der vielen Bewertungsportalen im Internet. Das bedeutet also, selbst wenn Sie gar kein Facebook und Co. einsetzen, reden und schreiben Menschen über Sie – dann aber unkontrolliert und unauslöschbar im Internet (siehe Praxistipp 7 der letzten Ausgabe).

Das Besondere an der Kritik: Sie können darauf reagieren mit einem magischen Wort: „DANKE!“. Wir bringen renommierten Unternehmen bei, Kritik als Chance zu sehen, denn es hat sich jemand Zeit aus seiner Freizeit genommen, sich auf Ihre Seite begeben, sich umgeschaut und dann unter seinem Namen einen Beitrag geschrieben – um Sie weiterzubringen, um Ihren Service zu verbessern und bestenfalls – Ihre Produkte zu optimieren! Sie werden eines Tages für jeden dieser Beiträge dankbar sein, denn diese werden Sie um große Schritte gegenüber denen weiterbringen, die keine Kritik vertragen und daher nicht wachsen! Denken Sie bitte mal darüber nach!

Das kann sich heute kein Unternehmen mehr leisten! In der iROI-Strategie spricht man dann vom „Social Media Reputationsmanagement“, d.h. jemand in Ihrem Unternehmen sollte dafür verantwortlich sein, herauszufinden, wer wo was über Ihr Unternehmen schreibt und dann nach Spielregeln („iROI-Social Media Policy“) darauf zu reagieren. Nutzen Sie die Kritik auf Ihrer eigenen Fanpage, denn hier hat ein Fan Sie kritisiert – er will, dass Sie noch besser werden – und Sie gewiss nicht zerstören. Sagen Sie Menschen, die Sie kritisieren: Danke!

Geisteswandel 11: Sind Sie vielleicht schon in Facebook, ohne es zu wissen?

Melden Sie sich auf Facebook mit einem Avatar an und suchen Sie dort nach Ihrem Untenehmen oder geben Sie direkt www.facebook.com/IhrUnternehmen ein. Sollte dort schon jemand in Ihrem Namen eine Facebook-Fanpage angelegt haben und Sie noch gar nichts davon wissen, dann wird es Zeit für Sie zu reagieren.

Wir haben in unserer Beratung gerade einige Fälle, in denen Mitarbeiter selbst Fanpages ohne Erlaubnis der Geschäftsleitung angelegt haben. Dort werden dann (unkontrolliert!) im Namen des Unternehmens Informationen gesendet. Erinnern Sie sich an meinen Artikel der vorletzten Ausgabe: „Wer nicht hören will, wird spüren…“.

Ist Ihre Adresse bei Facebook allerdings noch frei, dann melden Sie sich offiziell bei Facebook an und legen dann Ihre erste Werbeseite – Fanpage – in Facebook an. In einem späteren Artikel zeige ich Ihnen, was Sie dabei strategisch alles beachten sollten!

Geisteswandel 12: Facebook als Recruiting-Tool

In Facebook haben Sie die einmalige Chance, alle dort angemeldeten Menschen nach demografischen Angaben zu durchsuchen und dann zielgerichtet Werbung auf deren Profilseiten zu plazieren. Stellen Sie sich vor, Sie könnten Facebook als Recruiting-Tool nutzen. Unter http://facebook.com/ads können Sie Menschen nach Ausbildung, Universitätsabschluss und vielen weiteren Angaben filtern und dann in genau diesen Profilen Aufmerksamkeit für Ihr Unternehmen bzw. Jobangebote erzeugen. Wenn die Anzeige intelligent gestaltet ist, werden Sie ziemlich schnell viele neue Fans gewinnen – und die richtig guten Mitarbeiter gewinnen!

Geisteswandel 13: Erfolgsmessung funktioniert auf Facebook anders

Hüten Sie sich vor Agenturen, die Ihnen den Erfolg der Fanpage über die Anzahl der Fans „verkaufen“ möchten. Wenn Sie „nur“ auf Fans aus sind, gehen Sie auf http://www.fanslaves.com und Sie könnten sich direkt 10.000 Fans günstig erkaufen. Das würde dem Ego schmeicheln, bringt aber aus Marketingsicht her keinen Vorteil. Es wäre viel besser, Sie hätten „echte“ Fans, die auch über das, was Sie auf Ihrer Fanpage schreiben, diskutieren. Hier spielt die Qualität der Fans eine wichtige Rolle – lieber 100 Fans, die viel über Sie schreiben anstatt 10.000 Fans, die schweigen!

Die Kennzahl in der iROI-Strategie lautet:

  • iROIFacebook-Fanpage=(Wieviele Fans reden über Sie)*100/(Anzahl aller Fans)

Im nächsten Teil lernen wir „Twitter“ kennen und welche Auswirkungen das auf die Pressearbeit der Elektronikbranche hat.

Internet Marketing B2B Tipp 042: Web 2.0 – Das „soziale Internet“ optimal nutzen

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Niemand kann es sich heute leisten, das Web 2.0 zu ignorieren. Mit dem richtigen Einsatz von Social Media, kann ein erstaunlicher Profit für jedes Unternehmen in der Elektronikbranche entstehen. Bevor man blind Trends folgt oder sinnlos Geld verbrennt, ist es wichtig, die Zusammenhänge genau zu kennen und zu entscheiden, ob und wenn ja, wie genau vorzugehen ist. Viele Unternehmen verlieren wertvolle Zeit und Geld, weil Sie einfach nur einer Agentur vertrauen, ohne zu verstehen, worum es geht – und daher oft zu viel oder sogar sinnloses kaufen.

Geisteswandel 7: Web 1.0: Konversion – Nur Optimierung bringt Interessenten

Alles beginnt bei der Website. Unter der Adresse www.name.de findet sich Ihr Unternehmen wieder und kann von Menschen besucht werden. Diese Website, für die Sie ja nun Geld bezahlt haben, ist sicherlich sehr schön und gefällig im Design. Doch trotzdem sind über 95% aller Websites Elektronikbranche nicht optimal erfolgreich. Das liegt daran, dass die Website oft nur für Menschen konzipiert wird – was leider ein sehr großer Fehler ist. Eine Website ist dann erst erfolgreich, wenn sie Besucher bekommt, die etwas einkaufen oder zumindest Kontakt mit dem Unternehmen aufnehmen und sich darüber informieren. In der letzten Serie wurden 37 Fachartikel darüber geschrieben, die Sie hier abrufen können: http://b2b.iroipraxis.org

Der Quotient (Anzahl der Kontakte)/(Anzahl der Besucher) wird als iROI bezeichnet (internet Return on Invest) und gibt Ihnen eine Maßzahl über die Qualität der Website. Die Entwicklung des iROI Ihrer Website über einen Zeitraum nennt man Konversion. Ideal ist es, wenn Sie Besucher aus Ihrer Wunschzielgruppe gewinnen, denn das optimiert den Quotienten. Daher muss Ihre Website in Suchmaschinen, insbesondere Google, gut gefunden werden:

1. Sie geben Google Geld dafür, daß Sie bei einem Schlüsselbegriff in den Suchergebnissen angezeigt werden (SEM=Suchmaschinen-Marketing, bei Google auch Google Adwords genannt).

2. Sie optimieren Ihre Website nach den Spielregeln von Google und landen in den Top 10 Treffern bei Google, z.B. bei der Phrase „Chipentwicklung“. (SEO=Suchmaschinen-Optimierung).

Beide Maßnahmen sind wichtig und bedürfen einer sorgfältigen Planung und Strategie. Diese lässt sich nicht in ein paar Worte zusammenfassen, sondern sollte z.B. einmal im Quartal mindestens zu einer internen Besprechung in Ihrem Unternehmen führen. Nur wenn Ihre Website in Suchmaschinen von der Zielgruppe gefunden werden kann, haben Sie eine Chance, neue Kunden über das Internet zu gewinnen. Sind die Websites Ihrer Mitanbieter vor Ihnen oder findet man Ihre Website bei wichtigen Schlüsselbegriffen („Keywords“) nicht, dann ist Ihre Website nicht optimiert – und Sie verlieren potentielle Kunden an besser aufgestellte Unternehmen.

Praxistipp 6:

Laden Sie sich für Ihren Firefox-Browser ein kostenloses Plugin herunter. Suchen Sie einfach nach „seo doctor plugin firefox“ in Google und installieren Sie sich dieses Toll. Wenn Sie jetzt im Internet surfen und Ihre Seite besuchen, sehen Sie oben rechts im Firefox-Browser eine Fahne – rot, gelb oder grün. Ist diese rot, dann sind wesentliche Elemente Ihrer Website nicht optimal für Suchmaschinen vorbereitet – und kann zu Google Abstrafungen führen. Ist die Fahne gelb, sollten Sie die Website einem Grundcheck unterziehen und ist die Fahne grün – herzlichen Glückwunsch – Sie haben eine wesentliche Voraussetzung für Suchmaschinen erfüllt!

Geisteswandel 7: Web 2.0: Konversation – Hinhören ist angesagt

Unter Web 2.0 fasst man die sozialen Netzwerke Facebook, XING, LinkedIn sowie die sozialen Kommunikationsmittel Twitter, Foursquare usw. zusammen. In der heutigen Zeit kauft ein Kunde ein Produkt und will darüber sprechen – nicht immer mit Ihnen, sondern mit Freunden, Bekannten, im Verein usw. Der Kunde erzählt es dem gesamten Internet – zu Ihrem Vorteil oder Nachteil.

Vergleichen Sie es bitte einfach mal mit Radio hören: Nur wenn Sie bereit sind, hinzuhören, was Ihre Kunden senden („social buzz“), können Sie auch reagieren und antworten. Viele Unternehmer denken, wenn sie ihr Radio ausschalten und nicht mehr hinhören, dann werden die Radiosender schon aufhören zu senden! Weit gefehlt, Web 2.0 wird auch ohne Sie weitersenden! Meine Oma sagte immer zu mir „Wer nicht hören will, wird fühlen!“ (siehe letzte Ausgabe)

Praxistipp 7:

Nicht immer sprechen Kunden gut über ein Produkt und beschweren sich direkt bei Ihnen. Das ist der Idealzustand, denn damit können Sie Ihren Service verbessern. Doch was ist mit Kunden und Mitarbeitern, die im Internet negative Informationen über Sie verbreiten ohne dass Sie es wissen? Testen Sie einfach mal, ob z.B. schon Mitarbeiter über Sie geschrieben haben auf der Seite www.kununu.com (Siehe Teil 1 unserer Serie). Folgende Portale sollten Sie kennen und regelmäßig auf Kommentare untersuchen:

Stellen Sie sich vor, Sie könnten auch nach dem Verkauf mit Ihren Kunden in Kontakt bleiben – immer dann präsent sein, wenn der Kunde mit Ihnen in Verbindung treten will und auf seine Fragen reagieren, ja sogar dadurch den Kunden an das eigene Know-How zu binden, und ihn damit zu einem echten Fan Ihres Unternehmens zu machen?

Können Sie sich vorstellen, was das für ein Marketinginstrument ist, wenn Ihr Fan es seinen Freunden weitererzählt, wie gut Sie ihn beraten und begleitet haben? Wir haben bei Unternehmen die Erfahrung gemacht, dass eine gute Weiterempfehlung durch Freunde viel wertvoller ist als jede teure Marketingaktion.

Internet Marketing B2B Tipp 041: Social Media ist kein Trend, sondern Ihre Zukunft

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Eine Technologie legt den Grundstein für eine Folgetechnologie. Diesen Regeln ist auch das Internet unterworfen. Ohne Websites kein Social Media und ohne Social Media – kein Open Innovation. Was gerade im Social Web auf kleiner Flamme experimentiert wird, findet seinen Sinn im Bereich Innovationsprozesse.

Geisteswandel 4: Heute investieren, um morgen zu ernten

Angefangen hat es mit Web 0.X, erinnern Sie sich? Es ging darum, eine Visitenkarte im Internet zu haben, quasi eine Website nur mit Kontaktdaten. Mit Web 1.0 entdeckten Unternehmen die Möglichkeiten der Website als wertvolle Vertriebskraft, die 24 Stunden, 365 Tage ohne krank zu werden als Anlaufstelle für Markenpräsenz genutzt wurde.

Auch hier wurde das Internet noch oft stiefmütterlich behandelt, weil viele Firmen die Macht von Suchergebnissen unterschätzten. Es wurden teilweise Foren betrieben, die mangels Teilnehmer nur Geld, aber keine optimale Kommunikation erlaubten. Dann kam das Web 2.0, Social Media – die gesamte Kommunikation wurde auf den Kopf gestellt. Viele Unternehmen stellten sogar Ihre Hotlines auf Facebook und Co., manche sehr erfolgreich, mache scheiterten. Doch all das führt zu einem sinnvollen Ziel für die Elektronikbrache: Open Innovation (Web 3.0).

Praxistipp 3:

Geben Sie bei YouTube im Suchfeld „open innovation sauldie“ ein. Sehen Sie sich die drei kostenlosen Videos an, die ich in einem Vortrag bei der Deutschen Telekom darüber gehalten habe.

Geisteswandel 5: Die Nutzer werden Mitentwickler

Sie werden um Web 3.0 machen zu können die Erfahrungen aus Web 2.0 benötigen. Daher werde ich in dieser Serie auf die wichtigsten Sozialen Netzwerke eingehen. Immer mehr Unternehmen haben entdeckt, dass es „da draußen“ Tüftler gibt, die Ideen zur Produktverbesserung beitragen können. Bisher war es eher Zufall, wenn ein Nutzer sich meldet, um eine Produktverbesserung vorzuschlagen.

Stellen Sie sich folgende Frage: An wen müsste ich mich in Ihrem Unternehmen wenden, wenn ich eine bahnbrechende Innovation vorzuschlagen hätte? Genau das dachte sich Dell und entwickelte eine eigene Plattformen, auf denen sie Ideen und Abläufe vorschlagen lassen – mit erheblichem Erfolg für die interne Innovation.

Praxistipp 4:

Sehen Sie sich die Internetseite www.ideastorm.com an. Dell hat insgesamt 20.000 Ideen eingereicht bekommen, die Gemeinde der „Fans“ ist bereit, kostenlos Ideen zu liefern. Wenn Dell diese Wünsche als sinnvoll erachtet, kann das Unternehmen die Ideen der Nutzer in die eigene Innovationswelt integrieren – und letztendlich davon profitieren. Ich kenne Unternehmen, die daraus sogar neue Patente generiert haben – die aus Ideen dieser neuen Kommunikationswelt kommen.

Geisteswandel 6: Wer nicht hören will, wird fühlen

Sanjay Sauldie ist Erfinder der Internetmarketing-Strategie iROI und Direktor des Europäischen Internetmarketing Institut & Akademie EIMIA
Sanjay Sauldie ist Erfinder der Internetmarketing-Strategie iROI und Direktor des Europäischen Internetmarketing Institut & Akademie EIMIA (Bild: Sanjay Sauldie)
Meine Großmutter wusste schon wie Social Media funktioniert. Sie hat mir immer gesagt: „Sanjay, wenn Du nicht hören willst, wirst Du spüren.“ Und ich habe gespürt und daraus gelernt. Unternehmen, die nicht hören wollen, verschwinden vom Markt – Neckermann, Quelle, Schlecker – alles Beispiele von Unternehmen, die nicht zugehört haben. Auch Parteien wie die FDP hat es zu spüren bekommen. Als Entscheider kommen Sie nicht mehr darum herum, sich mit Social Media zu beschäftigen und die einzelnen Kanäle zu nutzen und kennenzulernen.

Sind Sie fit für das Web 2.0? Dieser Fragen werden wir in der nächsten Ausgabe tiefer auf den Grund gehen und erörtern, welche Handlungsschritte für Sie wirklich wichtig sind, damit Sie das Rennen um die neuen Interessenten für sich entscheiden können.

Viele Unternehmen glauben, Social Media wäre eine Aufgabe des Marketing und kann wie das Erstellen von Flyern outgesourct werden. Das sind genau die Unternehmen, die sich dann wundern, wenn die entsprechenden Kampagnen scheitern. Genau so wie Unternehmen, die eine Website ohne Strategie aufsetzen lassen und sich dann wundern, wenn nichts passiert. Ihre Website ist die Grundlage für Ihren Erfolg im Internet – egal ob mit Mobiltelefon, Social Media oder Open Innovation – wenn Ihre Website den Besucher nicht begeistert, kostet Sie das nur Geld.

Praxistipp 5:

Analysieren Sie die Qualität Ihrer Website mit dem kostenlosen Tool unter http://validator.w3.org und sehen Sie nach, ob Ihre Website sich wenigstens schon für Google und Social Media eignet oder nicht. Sollten Sie Fehlermeldungen erhalten, dann wird es Zeit für Sie, sich mit Internet Marketing zu beschäftigen. Es ist von hoher Wichtigkeit für Ihr Unternehmen, eine technisch und optisch optimale Website ins Internet zu stellen, damit Sie mit Ihrer Website im Web 1.0 angekommen sind. Erst wenn Sie diese Grundlage geschaffen haben, macht der Schritt in das Web 2.0 überhaupt Sinn. Vergleichbar ist es mit der Entwicklung des Menschen: Zuerst muss man stehen lernen, bis man mit dem Laufen beginnt.

Internet Marketing B2B Tipp 040: Was Unternehmen über Social Media wissen müssen

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Viele denken bei Social Media direkt an Facebook, XING, LinkedIn und Google Plus. In den nächsten Teilen dieser Serie werden wir uns mit jedem dieser Netzwerke beschäftigen. Zuvor sind jedoch einige Geisteswandel notwendig, um die wirkliche Bedeutung von Social Media zu verstehen.

Geisteswandel 1: Social Media findet statt, ob mit Ihnen oder ohne Sie

Einige Unternehmen denken: Wenn wir in Facebook und Co. nicht vertreten sind, kann uns nichts passieren. Leider falsch gedacht. Social Web ist vergleichbar mit einem Radio: Nur weil das Gerät ausgeschaltet ist, bedeutet dies nicht, dass kein Programm gesendet wird. In der heutigen Welt passieren Dinge um Sie herum, die Sie entweder bereit sind wahrzunehmen oder zu ignorieren – aufhalten werden Sie sie nicht mehr!

Praxitipp 1:

Wenn Sie Mitarbeiter haben, sollten Sie unbedingt wissen, was diese so über Ihr Unternehmen schreiben – z.B. auf der Plattform www.kununu.com. Dort können völlig anonym Unternehmen und Führungskräfte bewertet werden. Wenn Sie nicht rechtzeitig reagieren, werden Sie es früher oder später spüren, denn Banken, Universitätsabsolventen und Bewerber informieren sich immer öfters im Social Web über Unternehmen bzw. den zukünftigen Arbeitsplatz. In einer Zeit, in der wir dem demographischen Wandel ausgeliefert sind, ein entscheidender Vorteil– oder Nachteil, je nachdem, ob Sie Social Media nutzen oder ignorieren.

Praxistipp 2:

Das ganze Netz ist voller Foren und Diskussionsplattformen, auf denen Ihre Kunden wertvolle Informationen hinterlassen. Sie sollten darüber informiert sein, wer, wo, was und warum über Sie und Ihr Unternehmen, Ihre Produkte und Marken schreibt. Richten Sie sich bei Google (www.google.de/alerts) ein kostenloses Konto ein und geben Sie bei „Suchanfrage“ einfach Ihren Firmennamen, Produktnamen und Marken ein – und bei Bedarf auch die Namen Ihrer Mitanbieter. So wissen Sie zu jeder Zeit, was um Sie herum im World Wide Web passiert.

Geisteswandel 2: Social Media Marketing für B2B Unternehmen ist extrem nützlich

Viele Unternehmen empfinden Social Media als bedrohlich. Begründet wird dies durch den befürchteten Kontrollverlust und die hohe Geschwindigkeit, mit der sich auch negative Informationen verbreiten können. Im B2B-Bereich ist die Zielgruppe, die auf Social Media unterwegs ist, in der Regel kleiner und bietet deshalb einen höheren Grad an Kontrollmöglichkeit.

Praxistipp 3:

Es gibt einige Möglichkeiten und Vorteile von Social Media Marketing:

  • Steigerung der Bekanntheit und Stärkung der Marke (Branding)
  • Verbesserung der Arbeitgebermarke und der Imagebildung
  • Stärkung des Vertrauens und Bindung von Kunden durch Dialoge
  • Support-Service im Wandel
  • Vielfältige Synergieeffekte für Auffindbarkeit in Suchmaschinen wie Google
  • Erhöhung der Auffindbarkeit in Suchmaschinen
  • Generierung von Firmen-Leads und Bewerbern
  • Social Media als Reputationstreiber

Wir werden in den folgenden Teilen unserer Serie auf diese Effekte eingehen und genauer beleuchten.

Geisteswandel 3: Social Media ist ein wichtiger Recherchekanal für Entscheider

Laut der Forrester Studie „How B2B Marketers Use Social Now“ spielt das Social Web eine immer wichtigere Rolle im B2B- Bereich.

Studie A:

Auf die Frage “Wie wichtig sind die folgenden Quellen bei der Recherche und Bewertung von B2B-Technologien und Dienstleistungen zum Kauf”, wurden folgende Plattformen genannt:

  • Support-Foren oder Foren (63%)
  • Virtuelle Events oder virtuelle Messen (47%).
  • Online-Videos (46%)
  • LinkedIn (40%)
  • Blogs (36%)
  • Professionelle Social-Networking-Sites ohne LinkedIn, Facebook und Twitter (35%)
  • Twitter (19%)
  • Facebook (1%)
  • 29% der Entscheider glauben, dass Social Media am effektivsten zur Recherche ist,
  • 22% in der Phase der Meinungsbildung
  • 17% beim direkten Kauf und 15% während der Exploration.

Studie B:

Die Frage „Welche Kanäle werden für das B2B-Marketing als wichtig angesehen?“ wurde von den Befragten wie folgt beantwortet:

Derzeit wird Facebook als wichtigster Social-Marketing-Kanal zur Lead-Generierung angesehen (92%), gefolgt von LinkedIn mit 85%, Twitter Posts(82%), Online-Communities (79%), Blogs (76%), LinkedIn Diskussionsgruppen (76%), LinkedIn Seiten (76%) und Twitter Offers (74%). Das könnte sich allerdings im laufenden Jahr verschieben, denn ein weiteres Ergebnis der Studie: 48% der Befragten planen, die Nutzung von LinkedIn Diskussionsgruppen und LinkedIn-Seiten im Jahr 2014 zu erhöhen.