Wie Sie mit den Freunden Ihrer Kunden Geld verdienen können

In Facebook sind Sie in der Lage, eine Seite – ähnlich Ihrer Website – kostenlos zu erstellen und dort mit Ihren Produkten und Dienstleistungen zu werben. Diese Seiten nennt man „Fanpages“. Ein Facebook-Nutzer, der Ihre Facebook-Adresse kennt oder in der Suche findet, kann nun Ihre Fanpage besuchen und dort den „gefällt mir“-Knopf drücken, wenn ihm die Inhalte gefallen. In dieser Sekunde passieren dann wunderbare Dinge für unser Marketing: Sobald ein Nutzer von Facebook auf den „gefällt mir“-Knopf auf Ihrer Fanpage drückt, werden alle Freunde dieses Nutzers darüber informiert, dass Ihr Kunde Sie mag und ein Fan von Ihnen geworden ist.

Dieser Beitrag ist erschienen in der Elektronikpraxis. ELEKTRONIKPRAXIS ist Deutschlands auflagenstärkste Fachzeitschrift für die deutschsprachige Elektronikszene. Redaktion und Branchenexperten berichten 14-tägig über das aktuelle Geschehen in der Elektronikbranche, neue Produkte sowie grundlegende Probleme, Technologien und Lösungsansätze für die Branchen Kfz und Verkehrstechnik, Maschinen- und Anlagenbau, Medizintechnik, Datentechnik, Telekommunikation und Konsumelektronik. Besondere Beachtung finden Produkte, Technologien und Applikationen, die für die Leser in Deutschland relevant sind.

Geisteswandel 9: Kunden sind Freunde – Freunde sind potentielle Kunden

Können Sie sich vorstellen, was nun passiert? Irgendein Freund Ihres Kunden wird neugierig, schaut auf Ihre Fanpage, findet diese auch interessant und drückt den Knopf – und wieder werden alle seine Freunde darüber informiert. Das Schöne an diesem System ist, dass es Marketing mit Erlaubnis ist – die neue Form der ausgezeichneten iROI-Internet Marketing Strategie. Während die meisten Unternehmen heute noch auf „Werbung mit Unterbrechung“ setzen (TV, Radio, Zeitung etc.), nutzen die strategisch aufgestellten Unternehmen bereits zusätzlich „Marketing mit Erlaubnis“: Die Menschen gehen freiwillig ins Facebook, sie werden von niemandem dazu genötigt.

Wenn Facebook ein Land wäre, dann wäre es das 4. größte Land der Erde – so viele Menschen tummeln sich in diesem Netzwerk, auch aus Ihrer Zielgruppe sind genügend dabei! Denken Sie mal darüber nach: Auch Einkäufer von Unternehmen sind in Facebook vertreten, weil es Menschen sind, die ein Privatleben haben. Wenn Ihre Zielgruppe Computer und Automaten sind, dann brauchen Sie kein Facebook, aber wenn Sie mit Menschen in Kommunikation treten, dann sollte Ihr Unternehmen dort präsent sein, wo diese Menschen sich gerne und freiwillig aufhalten!

Praxis-Tipp 8: Bevor Sie sich mit Ihrem eigenen Klarnamen in Facebook anmelden und damit für die gesamte Welt in Facebook sichtbar sind, sollten Sie die ersten Schritte mit einem AVATAR probieren, d.h. einen Kunstnamen verwenden und auch eine E-Mail-Adresse von einem freien Anbieter wie z.B. GMX nutzen. Erst wenn Sie Erfahrung gesammelt haben, empfehlen wir das Erstellen einer offiziellen Profilseite und der daraus folgenden eigenen Fanpage. Als Avatar funktioniert z.B. auch der Kunstname „susi sunkist“, die Sie in Facebook finden können!

Geisteswandel 10: Kritik ist gut für das Business

Viele Unternehmen haben die Sorge, dass es dann Menschen geben wird, die auf der Fanpage negative Beiträge schreiben könnten, z.B. wenn sie mit dem Kundenservice nicht zufrieden sind. Das wird auch definitiv passieren, denn es gibt wohl kaum ein Unternehmen, welches nicht kritisiert werden kann – wo gearbeitet wird, fallen Späne. Doch es ist besser, wenn die Kritik auf einer von Ihnen kontrollierten Seite geäußert wird, als auf einem der vielen Bewertungsportalen im Internet. Das bedeutet also, selbst wenn Sie gar kein Facebook und Co. einsetzen, reden und schreiben Menschen über Sie – dann aber unkontrolliert und unauslöschbar im Internet (siehe Praxistipp 7 der letzten Ausgabe).

Das Besondere an der Kritik: Sie können darauf reagieren mit einem magischen Wort: „DANKE!“. Wir bringen renommierten Unternehmen bei, Kritik als Chance zu sehen, denn es hat sich jemand Zeit aus seiner Freizeit genommen, sich auf Ihre Seite begeben, sich umgeschaut und dann unter seinem Namen einen Beitrag geschrieben – um Sie weiterzubringen, um Ihren Service zu verbessern und bestenfalls – Ihre Produkte zu optimieren! Sie werden eines Tages für jeden dieser Beiträge dankbar sein, denn diese werden Sie um große Schritte gegenüber denen weiterbringen, die keine Kritik vertragen und daher nicht wachsen! Denken Sie bitte mal darüber nach!

Das kann sich heute kein Unternehmen mehr leisten! In der iROI-Strategie spricht man dann vom „Social Media Reputationsmanagement“, d.h. jemand in Ihrem Unternehmen sollte dafür verantwortlich sein, herauszufinden, wer wo was über Ihr Unternehmen schreibt und dann nach Spielregeln („iROI-Social Media Policy“) darauf zu reagieren. Nutzen Sie die Kritik auf Ihrer eigenen Fanpage, denn hier hat ein Fan Sie kritisiert – er will, dass Sie noch besser werden – und Sie gewiss nicht zerstören. Sagen Sie Menschen, die Sie kritisieren: Danke!

Geisteswandel 11: Sind Sie vielleicht schon in Facebook, ohne es zu wissen?

Melden Sie sich auf Facebook mit einem Avatar an und suchen Sie dort nach Ihrem Untenehmen oder geben Sie direkt www.facebook.com/IhrUnternehmen ein. Sollte dort schon jemand in Ihrem Namen eine Facebook-Fanpage angelegt haben und Sie noch gar nichts davon wissen, dann wird es Zeit für Sie zu reagieren.

Wir haben in unserer Beratung gerade einige Fälle, in denen Mitarbeiter selbst Fanpages ohne Erlaubnis der Geschäftsleitung angelegt haben. Dort werden dann (unkontrolliert!) im Namen des Unternehmens Informationen gesendet. Erinnern Sie sich an meinen Artikel der vorletzten Ausgabe: „Wer nicht hören will, wird spüren…“.

Ist Ihre Adresse bei Facebook allerdings noch frei, dann melden Sie sich offiziell bei Facebook an und legen dann Ihre erste Werbeseite – Fanpage – in Facebook an. In einem späteren Artikel zeige ich Ihnen, was Sie dabei strategisch alles beachten sollten!

Geisteswandel 12: Facebook als Recruiting-Tool

In Facebook haben Sie die einmalige Chance, alle dort angemeldeten Menschen nach demografischen Angaben zu durchsuchen und dann zielgerichtet Werbung auf deren Profilseiten zu plazieren. Stellen Sie sich vor, Sie könnten Facebook als Recruiting-Tool nutzen. Unter http://facebook.com/ads können Sie Menschen nach Ausbildung, Universitätsabschluss und vielen weiteren Angaben filtern und dann in genau diesen Profilen Aufmerksamkeit für Ihr Unternehmen bzw. Jobangebote erzeugen. Wenn die Anzeige intelligent gestaltet ist, werden Sie ziemlich schnell viele neue Fans gewinnen – und die richtig guten Mitarbeiter gewinnen!

Geisteswandel 13: Erfolgsmessung funktioniert auf Facebook anders

Hüten Sie sich vor Agenturen, die Ihnen den Erfolg der Fanpage über die Anzahl der Fans „verkaufen“ möchten. Wenn Sie „nur“ auf Fans aus sind, gehen Sie auf http://www.fanslaves.com und Sie könnten sich direkt 10.000 Fans günstig erkaufen. Das würde dem Ego schmeicheln, bringt aber aus Marketingsicht her keinen Vorteil. Es wäre viel besser, Sie hätten „echte“ Fans, die auch über das, was Sie auf Ihrer Fanpage schreiben, diskutieren. Hier spielt die Qualität der Fans eine wichtige Rolle – lieber 100 Fans, die viel über Sie schreiben anstatt 10.000 Fans, die schweigen!

Die Kennzahl in der iROI-Strategie lautet:

  • iROIFacebook-Fanpage=(Wieviele Fans reden über Sie)*100/(Anzahl aller Fans)

Im nächsten Teil lernen wir „Twitter“ kennen und welche Auswirkungen das auf die Pressearbeit der Elektronikbranche hat.

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